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von TOM STEINICKE (Kölnische Rundschau)



"Wild-Thing"-Treffen: Ultraleicht-Fluggruppe hatte zum nostalgischen Spektakel geladen

WEILERSWIST. Während Jogis-Jungs mit dem größten Passagier- flugzeug der Welt, dem Airbus A380, abhoben, ging es auf der Start- und Landebahn der Ultraleicht-Fluggruppe ""Nordeifel" viel kleiner und nostalgischer zu.

Beim ersten "Wild Thing"-Fliegertreffen fanden immerhin gut 20 derartige Leichtflugzeuge den Weg nach Weilerswist.

"Es gibt in Deutschland nur etwa 80 Flugzeuge dieses Typs, daher ist das schon etwas Besonderes", freute sich der Präsident des Vereins, Werner Karg. Markenzeichen dieser sogenannten Buschflieger sind die großen und dadurch stabilen Reifen, die es dem Piloten ermöglichen, auch auf holprigem Untergrund zu landen. Außerdem haben die Zweisitzer im Heck relativ viel Platz. Auch das erste überhaupt gebaute Modell setzte bei strahlendem Sonnenschein in Weilerswist auf. Pilot und Maschine waren extra zum Fly-In aus Ungarn gekommen. Aber auch aus Hamburg, Berlin oder Bayern waren Hobbypiloten angereist. Dabei waren die vermeintlich perfekten äußeren Bedingungen für die Piloten nicht so optimal. "Wenn sich Haufenwolken bilden, dann ist das ein Zeichen für starke Thermik. Dadurch kann Pilot und Maschine ein bischen durchgerüttelt werden", erklärte Karg und ergänzt mit einem Lächeln, dass durch den Auftrieb allerdings deutlich Treibstoff gespart wird.

Gut 15 Liter verbraucht ein Flugzeug des Typs "Wild Thing" pro Stunde. Der Preis für eine Maschine liegt bei 30000 Euro. "Wenn man zu zweit oder zu dritt ein solches Flugzeug in einer Haltergemeinschaft hat, dann ist dieses Hobby kostenmäßig mit dem Motorradfahren zu vergleichen", weiß Werner Karg zu berichten.

Auch er ist schon seit 15 Jahren dabei und genießt jede Minute, die er mit seiner Maschine in der Luft verbringen kann. Wie viele das waren, weiß er nicht mehr so genau.

Ein Höhepunkt des Internationalen Fliegertreffens war der Feldgottesdienst abseits der Start- und Landebahn. Militärdekan Paul Hauser ließ es sich nicht nehmen, anschließend auch noch jedes Flugzeug zu segnen.




Schnupperflüge konnten die Besucher des "Wild-Thing"-Treffens in Müggenhausen buchen.
Und schon hoben sie zu einer ausgedehnten Platzrunde ab
(Bild: Tom Steinicke)



Militärdekan Paul Hauser, der die einzelnen Flugzeuge nach einem Feldgottesdienst segnete
(Bild: Tom Steinicke)

 
 


Am 7. und 8. August veranstaltet die Ultraleicht-Fluggruppe "Nordeifel" wieder ihr traditionelles Flugplatz-Wiesenfest.

Dabei handelt es sich um eine Art "Tag der offenen Tür" für alle, für die Fliegen bereits Leidenschaft oder Hobby ist, oder eben für jene, die Einblicke in die interessante Materie erhalten wollen.
(Bild: Tom Steinicke)


"Auf Erfolgskurs"
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