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in die Luft gegangen




Für die Vernicher Grundschüler der dritten Klasse wurde das "Fly-In" zum Super-Erlebnis

Die Piloten in ihren zum Teil verwegen aussehenden Fluggeräten kamen von nah und fern zum Mittagessen nach Müggenhausen


VON EVELYN BREUER


Weilerswist-Müggenhausen - Die neunjährige Lisa Marie Jungbluth fand es toll. Und 24 weitere Kinder der dritten Grundschulklasse aus Groß-Vernich auch. Die Schüler und Schülerinnen hatten sich nämlich für ihr Sommerfest die Wiese der Ultraleicht-Fluggruppe Nordeifel in Müggenhausen ausgesucht. Natürlich in Absprache mit den Fliegern, denn die richteten dort gleichzeitig ihr „Schupfnudel-Fly-In“ aus. Und hatten den Kindern versprochen, sie auf eine Platzrunde in den kleinen und superleichten Flugzeugen mitzunehmen.

Ab 14 Uhr ging es im Minutentakt hinauf in die Lüfte. Koordinatorin Michaela Jungbluth hatte mit den ungeduldig wartenden Schülern und Schülerinnen alle Hände voll zu tun. „Für unsere Sportart gibt es keine bessere Öffentlichkeitsarbeit,“ so Werner Karg, Vorsitzender der Ultraleicht- Fluggruppe, „denn die Kinder wohnen ja alle in der näheren Umgebung. Und wenn wir das nächste Mal über ihren Garten brummen, dann erzählen sie freudig, dass sie schon einmal mitgeflogen sind.“

Aber nicht nur die Rundflüge mit den Kindern sorgten für ein ständiges Kommen und Gehen auf der Graspiste. Das „Fly-In“ des Vereins lockte immerhin auch 55 Fluggeräte aus dem näheren und weiteren Umfeld an. Den weitesten Anflug zum Mittagessen hatte Steffen Lohmann mit seinem elfjährigen Sohn Mirco. Die beiden kamen aus Hamburg. Knapp zwei Stunden waren sie in der Luft, um in Müggenhausen landen zu können. Die meisten Besucher waren natürlich von den näher gelegenen Flugplätzen in Bad Breisig, Bonn-Hangelar, Düren-Vettweiß oder Leverkusen mal schnell „herüber gehüpft“ – so wie Ralf Wichmann und Klaus Schurz aus Nörvenich, die in Müggenhausen bereits Stammgäste sind. Oder Norbert und Sabine Klemm, die von Bonn-Hangelar gestartet waren, um sich die Schupfnudeln schmecken zu lassen. Am Nachmittag flog dann noch eine ganze Armada mit insgesamt sechs Ultraleichtfliegern aus Belgien ein.

Über interessante Veranstaltungen informieren sich die Flieger im Internet. Und wenn dann das Wetter stimmt, fliegen sie mal schnell hin. Zu den Ultraleicht-Fluggeräten gehören übrigens nicht nur die, die aussehen wir ein richtiges Flugzeug. Auch die so genannten Trikes, die regelrecht filigran wirken und in denen die Piloten offen sitzen, zählen dazu. Nicht schwerer als 472,5 Kilo inklusive Sprit und zwei Personen darf ein Ultraleicht-Flieger sein. Da kann man dann bei einer längeren Reise nur noch die Scheckkarte und die Zahnbürste mitnehmen.

Mehr Leute mit an Bord nehmen kann Adolf Garagnon in seinem Heißluftballon. Er nutzte den festlichen Rahmen in Müggenhausen zu seiner eintausendsten Ballonfahrt. Mit insgesamt vier Personen ging es im bunt geschmückten Korb hoch in die Luft. Im Gegensatz zu den motorisierten Fliegern kann er sich die Flugroute allerdings nicht aussuchen. Der Wind blies den Heißluftballon bis nach Düren-Vettweiß, wo das Team wieder sicher landete.

In diesem Jahr feiert die Ultraleicht-Fluggruppe "Nordeifel" übrigens ihr 25-jähriges Bestehen. Zum traditionellen Flugplatz-Wiesenfest am zweiten Augustwochenende stellen die 100 Mitglieder deshalb ein buntes Programm auf die Beine. Auch Gäste ohne Fluggerät sind herzlich eingeladen.



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