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Fast nonstop starteten und landeten die Maschinen beim Wiesenfest
der UL-Fluggruppe Nordeifel.
WEILERSWIST-MÜGGENHAUSEN - "Runter kommen wir immer",
meinte Moderator Sebastian Hardt am Samstag auf dem Flugplatzgelände in Müggenhausen.
Dort stieg am Wochenende nicht nur das traditionelle Wiesenfest der UL-Fluggruppe Nordeifel,
sondern auch eine Maschine nach der anderen erhob sich in den Himmel über Weilerswist.
Viele Gäste aus der Nachbarschaft ließen sich für einen Rundflug über die heimatlichen Ortschaften
begeistern und konnten ihre Häuser einmal von oben ansehen.
Zur Auswahl standen für die Flüge die unterschiedlichsten Geräte: Trikes, Doppeldecker, kleine Kabinenflugzeuge
und ein Gyrokopter, der in der Luft auf der Stelle stehen bleiben kann. Alle haben eines gemeinsam:
Sie gehören zur Gruppe der Ultraleichtflieger. Nicht mehr
als 475 Kilogramm darf eine solche Maschine einschließlich zweier Passagiere und Kraftstoff wiegen.
Bei rund 300 Kilogramm Eigengewicht der Flieger
ist das eine Herausforderung an die schlanke Linie. Schwergewichtige
werden als Ultraleicht-Flieger einsam, denn für einen "Beifahrer" reicht die Reserve
dann nicht mehr.
Was passiert eigentlich, wenn in luftiger Höhe plötzlich der Motor aussetzt? Kein Problem,
wenn man Pilot Sebastian Hardt glauben darf: "Früher hatten die Flugzeuge Zweitakt-Motoren,
die schon einmal aussetzten.
Deshalb haben die Piloten die Eifelwälder gemieden. In Bäumen landet es sich nämlich unbequem."
Inzwischen genießen die Mitglieder der UL-Fluggruppe mit
ihren zuverlässigen Viertaktmotoren
aber auch die Flüge über die herrlichen Eifelhöhen.
Sollten die Propeller der kleinen
Kabinenflieger trotzdem plötzlich stehenbleiben, dann löst
der Pilot über einen Notschalter eine Rakete aus, die im "Gepäckfach" der Maschine
positioniert ist.
Die Rakete schießt dann durch eine Sollbruchstelle im
Rumpf nach oben und nimmt einen Fallschirm mit.
An diesem gleitet das komplette Fluggerät dann mit fünf
bis sechs Metern pro Sekunde zu Boden. "Das ist nicht
langsam, aber die Insassen, die in der Kabine sitzen bleiben, kommen
mehr oder weniger unbeschadet auf dem Boden an",
so Hardt. Wiesen sind den Piloten dabei natürlich immer
noch lieber als Hausdächer.
Doch zurück zum Wiesenfest. Kinder begeistern sich ganz besonders
für die handlichen Flugzeuge. Die neunjährige Neele Michal aus Erftstadt
ist schon von Geburt an mit dem Fliegervirus infiziert. Kein Wunder,
ist doch Vater Jaroslav Michal Fluglehrer beim Club und Mutter Viviane
Michal fliegt ebenfalls. Zur Abwechslung ließ Neele am
Samstag einmal einen Luftballon steigen. Damit gab sich Marcel Kloss
(8) aus Weilerswist aber nicht zufrieden. Er ging als Sozius mit
einem Trike in die Luft. Seit er mit dreieinhalb Jahren das erste
Mal mitfliegen konnte, hängt er dem Fluglehrer Gottfried
Grass an den Fersen. Marcels Vater ist sich sicher: "Der wird
einmal Pilot!"
Werner Karg, Vorsitzender der UL-Fluggruppe Nordeifel freute sich
über die große Resonanz auf das Wiesenfest.
Aus ganz Deutschland trudelten Samstag und Sonntag Gäste
auf dem Luftweg in Müggenhausen ein. Und für die
bodenständigeren Besucher aus den Nachbarorten wurde extra
ein Airport-Shuttle-Service vom Parkplatz in Müggenhausen
aus eingerichtet, denn an den Hangars der UL-Fluggruppe Nordeifel
waren nicht ausreichend Pkw-Stellplätze vorhanden.
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